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Holzfaserprodukt Zellstoff (Zellulose)

Für die Gewinnung von Zellstoff aus dem Rohstoff Holz werden chemische Verfahren angewendet. Man unterscheidet zwischen Sulfit- und Sulfat-Verfahren. Nach diesen beiden chemischen Verfahren sind die Zellstoffe benannt: Sulfit-Zellstoff und Sulfat-Zellstoff.

 

Das Sulfit-Verfahren und der so gewonnene Sulfit-Zellstoff haben heute vor allem Bedeutung für die Herstellung von Grafischen- und Hygienepapieren. Auch Kartonsorten, wie sie in der Faltschachtelherstellung eingesetzt werden, können Sulfit-Zellstoff enthalten.

 

Für die Herstellung von Wellpappen-Rohpapieren ist dagegen ausschließlich das Sulfat-Verfahren relevant. Es ist ein alkalisches Verfahren im Gegensatz zu dem „sauren“ Sulfit-Verfahren. Beim Sulfat-Verfahren wird in kleine Schnitzel zerhacktes Holz in Druckkochern mit mehreren alkalischen Flüssigkeiten gekocht. Ätznatron und Natriumsulfat sind hierbei wichtige Bestandteile. Das Verfahren ist besonders dazu geeignet, harzhaltiges Nadelholz, z. B. von Fichten, Kiefern, Föhren und Pinien zu verarbeiten. Das Lignin wird dabei fast vollständig entfernt. Die Ausbeute der Zellstoffkochung liegt bei 45 bis 55 Prozent.

 

Aufgrund seiner Festigkeit wird Sulfat-Zellstoff auch Kraftzellstoff genannt. Das aus Kraftzellstoff gefertigte Papier heißt Kraftliner und hat eine hohe Reiß- und Berstfestigkeit.

 

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