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Deckenpapiere: Testliner

Testliner hat heute als Rohstoff in der Wellpappenindustrie die größte Bedeutung. Es ist ein zwei- oder mehrlagiges Deckenpapier aus 100 Prozent Altpapier. In Deutschland werden drei Testliner-Sorten, T1, T2, T3, unterschieden. Bei der Sorte T1 werden die hochwertigsten Recyclingpapiere verwendet. Bei den Sorten T2 und T3 kommen entsprechend weniger wertige Sorten zum Einsatz. Bei den meisten zweilagigen Papieren wird im Allgemeinen eine dickere Trägerschicht mit einer höherwertigeren Oberschicht zusammen gegautscht.

 

Jede Papierfabrik nimmt die Rezeptur der Rohstoffmischung und das Herstellungsverfahren nach eigenen Erfahrungen vor. Daher wird auf die Produktionsmethode des Testliners hier nicht im Einzelnen eingegangen.

 

Entscheidend ist, dass der Testliner in der für die Wellpappenherstellung eingesetzten Form dem Kraftliner in fast allen Festigkeitswerten ebenbürtig ist. Lediglich die Berstfestigkeitswerte, die der Kraftliner erbringt, können mit Testliner nur erreicht werden, wenn er im Flächengewicht um einige Prozentpunkte höher liegt.

 

Mittlerweile hat der Testliner bei der Wellpappenproduktion in Deutschland einen Anteil knapp 40 Prozent erreicht (Stand: 2010). Testliner wird vorwiegend in Deutschland und in den europäischen Ländern sowie in geringem Umfang auch in den USA hergestellt.

 

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