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Papiereinsatz

Die Papiersorten zur Herstellung von Wellpappe unterscheiden sich durch die Ausgangsprodukte, aus denen sie gefertigt werden. Das „Rezept“, nach dem die Mischung erfolgt, bestimmt die Qualität eines Papiers.

 

Jede Papiersorte gibt es in unterschiedlichen Flächengewichten. Das Flächengewicht wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben. Bei einer Papiersorte mit einem Flächengewicht von 125 g/m² wiegt demnach ein Quadratmeter 125 Gramm. Innerhalb einer Papiersorte ist das Papier mit einem höheren Flächengewicht in der Regel fester als das mit einem niedrigeren Flächengewicht.

 

Früher unterschied man je nach Gewicht zwischen Papier, Karton und Pappe. Durch die Weiterentwicklung der Technologien sind die Gewichtsgrenzen in manchen Papiergruppen inzwischen fließend und deshalb auch in den aktuellen Normvorschriften nicht mehr enthalten. Beim Einsatz in der Wellpappenproduktion sprechen wir daher einheitlich von Papier, ohne Rücksicht auf Material und Gewicht.

 

Vielseitigkeit

Papiersorte und Flächengewicht des Papiers bestimmen weitgehend die Qualität der Wellpappe. Beide Einflussfaktoren lassen sich in vielfältiger Weise miteinander kombinieren. Je nach Einsatzgebiet und Kundenwunsch lassen sich unterschiedliche Sorten herstellen. Diese „flexible Rezeptur“ ist ein wesentlicher Vorteil der Wellpappe gegenüber anderen Verpackungsmaterialien.

 

Allein beim Papier bestehen bei der Wellpappe zahlreiche Möglichkeiten der Differenzierung, z. B. in der Auswahl der einzelnen Papiersorten und ihres Flächengewichts. Produkt- und Wellenart bieten weitere Kombinationsmöglichkeiten.

 

Der variable Einsatz der Papiere für die verschiedenen Bahnen der Wellpappe wird hier am Beispiel der einwelligen Wellpappe gezeigt:

 

 

 

1 = Außendecke, 2 = Wellenbahn, 3 = Innendecke.

 

 

Die einwellige Wellpappe besteht aus der Außendecke, Wellenbahn und Innendecke. Die Außendecke wird üblicherweise in der Wellpappenanlage an der Kaschiermaschine gefahren. Die Innendecke wird in der Wellpappenanlage im Wellenaggregat gefahren – im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Einseitige“ genannt.

 

Für Außendecke, Wellenbahn und Innendecke kann jeweils eine andere Papiersorte mit unterschiedlichem Flächengewicht verwendet werden – je nach den gewünschten Eigenschaften der Wellpappe und den Anforderungen an die Verpackung.

 

Wellpappenrohpapier wird in folgende Gruppen eingeteilt:

 

Deckenpapiere (engl. Liner):

A   Kraftliner 

B   Testliner 

C   Schrenzpapier

 

Wellenpapiere (engl. Fluting):

Zum Artikel „Wellenpapiere“

D   Wellenstoff

E   HZ-Papier (Halbzellstoffpapier)

 

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