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Herstellung zweiwelliger Wellpappe

Bei der Erzeugung zweiwelliger Wellpappe werden zwei Papierbahnen einseitig beklebter Wellpappe in der Beklebemaschine über eigene Vorheizer durch je ein eigenes Leimauftragswerk geführt.

 

Gleichzeitig wird wie bei einwelliger Wellpappe eine glatte Bahn zugeführt. Alle drei Bahnen werden dann in der Heiz- und Zugpartie vereinigt.

 

Die zweiwellige Wellpappe kann aus verschiedenen Papieren und Wellenarten (z. B. eine B- und eine C-Welle) bestehen. Die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten bietet eine punktgenaue Anpassung der Wellpappenverpackung an die verschiedenen Anforderungen des Füllgutes und des Transportes.

 

 

 

Schema der Herstellung von zweiwelliger Wellpappe

1 = Einseitig beklebte Wellpappe z. B. B-Welle
2 = Einseitig beklebte Wellpappe z. B. C-Welle
3 = Deckenbahn
4 = Zweiwellige Wellpappe BC-Welle 

 

 

Werden bei der zweiwelligen Wellpappe zwei verschiedene Wellenarten kombiniert, ist die auf der Innenseite der fertigen Wellpappenverpackung liegende Welle im Allgemeinen die höhere, gröbere Welle, die den Inhalt durch ihre höhere Elastizität schützt.

 

Die feinere Welle liegt auf der Außenseite der fertigen Verpackung, denn die Decke aus einer feinwelligen Wellpappe ist ebenmäßiger als die einer grobwelligen und daher besser zum Bedrucken geeignet. Das gilt besonders für höherwertige Druckqualitäten, für die als Außenbahn Fein-/Mikro- oder Miniwelle eingesetzt wird. Grundsätzlich ist auch die umgekehrte Anordnung der Wellenprofile möglich.

 

 

 

Zweiwellige Wellpappe

1 = große Welle; 2 = kleine Welle

 

 

Je höher das Flächengewicht der verwendeten Papiere ist, umso langsamer muss die Wellpappenanlage laufen, damit die benötigte Wärme durch die Papierbahnen an die Klebestelle rechtzeitig durchdringt. Nur so kann der Leim an den Klebelinien auf die Geliertemperatur erwärmt werden. Das gilt besonders für Wellpappensorten mit zwei oder drei Wellen.