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Querschneider

Die dem Rill- und Schneidaggregat folgenden Querschneider trennen die endlosen Bahnen quer zur Laufrichtung, also parallel zum Wellenverlauf. Im Querschneider wird die Bogenlänge (Haulänge) zugeschnitten.

 

Die Querschneider schneiden nach dem Scherenprinzip mit Ober- und Untermesser und werden über elektronisch gesteuerte Elektromotoren angetrieben.

 

 

 

 

 

Nach den Querschneidern werden die einzelnen Bogen, die in Laufrichtung – also quer zur Wellenrichtung – gerillt sind, schuppenförmig auf langsam laufende Fördergurte abgelegt.

 

Die meisten Wellpappenanlagen haben mindestens zwei unabhängig arbeitende Querschneider (Duplex), um die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten für optimale Schnittlisten zu erhöhen. Gelegentlich kommen auch Triplex-Querschneider zum Einsatz, also drei voneinander unabhängig arbeitende Messer in einer Maschine.

 

Die Formate/Bogen/Zuschnitte, die den Querschneider verlassen, liegen in ihrer Breite, also in der Wellenrichtung, endgültig fest.

 

In der Format-/Zuschnittlänge werden manchmal bewusst einige Millimeter zugegeben. Diese Zugabe wird bei der Verarbeitung im Druckerschlitzer oder in der Inline-Maschine als Führung benutzt und dort anschließend wieder abgeschnitten. Für moderne Maschinen benötigt man diese Zugaben nicht mehr. Eventuelle Längenschwankungen durch einen ungenauen Querschneiderschnitt werden in der Klebelasche bzw. Fabrikkante kompensiert.