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Papiermaschine

Moderne Papiermaschinen haben heute Arbeitsbreiten von bis zu 11 Metern, so dass mehrere Kundenrollen von ca. 40 cm bis 4,5 m Breite gleichzeitig nebeneinander gefertigt werden. Heute sind große Papiermaschinen 100 bis 200 Meter lang und etwa 15 Meter hoch. Sie bestehen aus mehr als hundert Leitwalzen für Siebe und Filze sowie für die Papierbahn und einer großen Anzahl von Trockenzylindern.

 

Der Bedarf einer Papierfabrik an elektrischer Energie liegt in der Größenordnung einer mittleren Kleinstadt, so dass meist ein Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung zur Dampf- und Stromerzeugung integriert ist.

 

Hohe Geschwindigkeiten

Die Geschwindigkeiten der Papiermaschinen variieren zwischen einem Ausstoß von wenigen 10 Metern für Spezialpapiere und bis zu 2.000 Metern je Minute bei Massenpapieren wie Zeitungsdruckpapier oder auch Wellpappenrohpapier. Das entspricht einer Fläche von etwa 15.000 m²/min. Dabei können an einem Tag bis zu 2.000 Tonnen verkaufsfertiges Papier hergestellt werden (Stand: 2010).

 

Die Palette von Flächengewichten reicht von wenigen Gramm je Quadratmeter (z. B. Zigarettenpapier) bis zu mehreren Kilogramm je Quadratmeter (Buchbinderpappen).

 

Papiermaschinen werden heute meist über computergestützte Prozessleitsysteme bedient. Moderne Online-Messeinrichtungen gewährleisten eine ständige Kontrolle von Flächengewicht, Papierbahnfeuchte und anderen Eigenschaften bereits während der Produktion. Das ermöglicht die Einstellung von gleichmäßigen, ebenen Querprofilen und guten Längstrends, die Voraussetzung sind für optimale Lauf- und Verarbeitungseigenschaften bei der Wellpappenerzeugung und der Weiterverarbeitung.

 

 

 

 

 

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